Tag 27/28

Der Wald?

Die Großstadt!

Tag 27/28

Der Wald?!

Die Großstadt!?

„Die Stadt ist der Wald des Menschen und der Wald im Menschen ist wie die Großstadt.“

Mittwoch, 15. April 2020

Sich des morgendlichen und pfleglichen Gewäsch zu widmen, welches uns in unsere Tage hineinbringt, ist eines jener wohlwollenden Dinge, die wir für uns tun können. Die Zeit, die wir miteinander verbringen und dabei doch alleine sind, ist ein kostbarer und wertvoller Schatz, ähnlich der Kostbarkeiten eines Baumes. In diesem Fall spreche ich von meinem Baum und ihr wisst es ja, wo dieser steht, aber dass er dort alleine steht, ist unschwer zu glauben und deshalb will ich auch erzählen, was neben meinem Baum vorhanden ist und mir ebenso wichtig erscheint, dass ich zum Glauben gelangt bin, das ein Baum allein noch keinen ganzen Wald ausmacht; so gelange ich zu den unterschiedlichsten Bäumen und den vielfältigsten Stämmen und habe die Art meines Baumes noch nicht einmal bestimmt.

Die Bestimmung eines Baumes, unserer Bäume, sie ist Teil der Erkenntnis, welche wir erlangen können, wenn wir uns auf den Weg in den Wald begeben. Ich zitierte dazu einen kurzen Auszug von Henry David Thoreau, dieser Mann beschloss einst, als es noch mehr Bäume gab als heute, also damals beschloss dieser Mann in die Wälder zu gehen, um dem Leben etwas abzugewinnen, von dem er noch nicht wusste und heute sitze ich hier und denke über seinen Beschluss nach, der mir meinen Wald beschert und ich Wagemutiger, ich hoffe darauf, dass ihr euren Wald auch betreten habt, so denn, da wir alle miteinander sind, so können wir die Wege der Wälder gemeinsam gehen. Was aber beinhaltet das Beinhalten? Bewusst gewählte Wege, sie führen auf bewussten Pfaden durch den Wald. Nun, hierbei handelt es sich um eine Allerwelts-Floskel, beinahe Phrase, aber erkenntlich wird die Frage nach endlichen Wegen, die noch nicht betreten sind.

Pfade liegen immer gerade vor einem, da man ist und wenn man, wie Beppo Straßenkehrer, immer an den nächsten Strich denkt, allerdings, wie kann man eine Straße gerade kehren, wenn der Pfad noch nicht vorhanden ist, so gelangt man seines Weges; nur ein wenig bewusster? Da herrscht die Schwalbe mit namen schweigender Essig. Was sind die Wege, die wir führen nach Gutdünken und gut Glück? Gut Glück dankt dem, der versucht und gewillt ist, sich führen zu lassen?

Gebeutelt sind wir gerade, weil unsere Pfade, die gerade eben noch daliegen und uns zu unseren Bäumen geführt haben, diese weilen an Ort und Stelle, wir allerdings auch. Ein Verweilen ist also das Gegenteil von eilen und darum kann es im Walde gehen, dass dem Enteilen dieser Welt, so gewollt entgegentritt, dass alle Eile nach hinten treten und im Schatten der Bäume verschwinden wird. Und der aufgekommene Frühling, dieses Allerwelts-Wetter und an dieser Stelle treffen wir das Wort des Tages – ja, es wird das Wort der Woche austauschen – doch um die Wetterlagen kümmern wir uns später. Es ging sich um die Wälder, in diese trat besagter Henry David Thoreau ein, um dort etwas zu suchen, von dem er annahm, dass er es nicht besaß. Besitzen wir Wälder von denen wir nichts wissen? Ausreicht unser Wissen über die Wälder? Kennen wir die Bäum, die um uns herumstehen? Und ich sitze hier an meinem Schreibtisch und nachdenke über den Namen des Baumes draußen vor meinem Fenster und klar wird mir, Namen und Bäume hat es viele und viele hat es auch, die nachdenken über Bäume, die denkend sind. Also ist der Mensch im Grunde, wenn wir nach der Art von Henry David Thoreau denken, auch ein Wald. Und so will ich diesen Gedanken bescheiden und hinaussehen in meinen Wald, der viele Blätter bekommen hat, die herrlich grün und taufrisch gefüllt sind mit dem Saft allen Lebens, namens…     

Ob Thoreau das damit gemeint hat?

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Veröffentlicht von Gideon Mate

Was treibt an, macht Gedanken frei, um neue Fragen zu finden? Diese Art von Gedanken, die ich mir mache, seitdem Corona, ein heimsuchendes Miststück, über unseren Köpfen kreist, wie der Herr der Fliegen über einem Mastermind-Scheißhaufen. Viele Fragen, eine Menge Antworten und vieles Ungewisses sind die Treiber meiner Gedanken dieser Tage und die Kraft, aus welcher dieser Blog entstehen und vielleicht zur Hilfe und Unterstützung gedeihen wird.

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