Tag 8/9

„Am reichsten ist der Mensch, dessen Vergnügen am billigsten ist.“

– Henry David Thoreau
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Das Kleine Vergnügen

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Donnerstag, 26. März 2020

Der morgendliche Schein der Sonne kommt aus dem Osten, links von meinem Fenster liegt der Schein der Sonne flach über dem Boden – es ist früh genug dafür, dass der Sonnenkamm gerade erst überschritten ist – dort ist auch an diesem Morgen der Osten zu finden und da sich mein Fenster im zweiten Obergeschoss befindet, liegt die Sonne morgens um 6 Uhr noch besonders flach über der Erde und bringt vom überraschendem Osten her die erste Wärme des Tages in die Welt.

Die Äste meines Baumes vor meinem Fenster wiegen leicht, kaum ein Windhauch berührt sie, nur die Strahlen der Sonne aus dem Osten erfassen die immer größer werdenden Knospen, die schwer und schwerer werden, wie die Gedanken dieser Tage. Uns allen liegt der Sonnenschein morgens noch flach über der Erde, wir alle sehen an den Bäumen, an den Sträuchern, wenn wir uns zurücknehmen das Wachsen der Welt. Und wie ein smarter Windhauch weht, der uns auch irgendwoher ein Gedanke einspielt, ob auch er aus dem Osten herkommt uns überkommt, bleibt abzuwarten.

Gedanken haben keinen Kompass, sie entspringen alle an einem Ort in uns, sie sind nicht festgebunden und doch ist ihr Ursprung bei jedem von uns immer der gleiche Ort und von Ort zu Ort ist es auch nicht anders. Und wenn man dieser Tage am Morgen in die Sonne des Lebens lacht, so ist auch jenes Lächeln von Ort zu Ort und niemals gleich, so mancher Gedanke, der allerdings gleicht an so vielen Orten manch anderem Kopfe, da auch wir, wie der Baum im Frühling schwerer werden, wenn wir uns berühren. Und mögen es nur unsere Gedanken sein, die einander geneigt sind zu berühren und zu umschließen, wie die kräftigen Strahlen dieser morgendlichen Frühlingssonne die kleinen und vielen einzelnen Knospen umschließt und damit den gesamten Baum einschließt, so mögen die Strahlen des Himmels aus dem Osten heraufkommen und in die Welt hineingehen, so mag auch ein Ach aus dem Osten uns erreicht und uns auch ein Weh gebracht haben, welches so manch kleinen Ast erfasst und in unruhige Schwingung versetzt, solange wir wie die Sonne bleiben, können wir einander fassen und berühren, wenn auch unser aller alltäglicher Kontaktaustausch auf andere Weise erfolgen muss.

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Veröffentlicht von Gideon Mate

Was treibt an, macht Gedanken frei, um neue Fragen zu finden? Diese Art von Gedanken, die ich mir mache, seitdem Corona, ein heimsuchendes Miststück, über unseren Köpfen kreist, wie der Herr der Fliegen über einem Mastermind-Scheißhaufen. Viele Fragen, eine Menge Antworten und vieles Ungewisses sind die Treiber meiner Gedanken dieser Tage und die Kraft, aus welcher dieser Blog entstehen und vielleicht zur Hilfe und Unterstützung gedeihen wird.

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