Routinen & Erkenntnisse

Tag 60/61

Sonntag, 17. Mai 2020

Guten Morgen!

Da mich mein Baum so fabelhaft zu beschäftigen und zu geschäftigen Gedanken getrieben hat, wie er seine Triebe ausgetrieben hat, da der Frühling uns erreichte, so habe ich daraus eine Routine werden lassen, doch wird eine jede Routine auch schnell zum Alltag.

Wenn ich den Gedanken so begehe, so erscheint es, als könne man sich dem Alltäglichen nicht entziehen!?

Wenn man sich dem Alltäglichen, den Gedankenmustern, den Strukturen unterwirft, da es letztlich nicht ohne diese Routinen geht, dann erkennt man irgendwann ihren Nutzen.

Aber haben alle Routine einen Nutzen? Nutzen sich Routinen ab? Wie durchbrechen Routinen unseren Alltag? Und wie durchbrechen wir unsere ablegbaren Routinen?

Wenn ich den Gedanken so begehe, so erscheint es, als gebe es mehrere Formen der Routinen!?

Nützliche von Gebrauch, brauchbare von Nutzen; regelmäßig anwendbare, unregelmäßig ablegbare; und bar jeder Erkenntnis, es sieht aus, als gäbe es noch viele weitere, doch will ich mich an dieser Stelle nicht ins Schwert meines Verstandes stürzen und unsinnig werden.

Ich denke, derweil ich meinen Blick wieder hinausgleiten lasse und meinen Baum heute Morgen leise mit seinen Blättern rascheln höre, da der Wind durch ihn fährt, ich werde diesen Gedanken langsamer angehen, um auch nichts von ihm zu übersehen oder gar vorschnell zu sein.

Um die Konsequenz einzuhalten, es gibt „nützliche“ und „unnütze“ Routinen und ebenso kann man es halten mit der Erkenntnis!?

Jetzt hat mich mein Baum aber auf eine Reise geschickt! Ein Teifelskerl’e! Mein Baum bringt mich an machbare und denkbare Positionen, von denen aus das Alltägliche gut zu durchleuchten ist.

Die Schwierigkeit der Routine, jene eine, welche mir gerade ins Genick springt und aufhockend gnadenlos ist, reicht mir den Fehdehandschuh und spricht: Ich bin doch die Nützliche; die Unnütze natürlich bleibt stumm. Wie dumm für uns Routiniers, dass wir unsere Routinen so gut kennen, als dass wir sie von uns geben wollen.

Mir reicht es nicht, dass ich meinen herrlichen Baum, diesen stummen Diener meiner morgendlichen Gedanken anschaue – nein – nun muss ich da auch noch hinaufklettern.

Denn, wenn ich den Gedanken so begehe, dann – ojemine – davon zu denken, spricht’s nicht leichter aus, aber über die Erkenntnis hinausgelangen, dass, so bläut es mir mein Bäume – nun falle ich auf die Routine rein – kann man zur Routine werden lassen und einmal damit angefangen, so will man sich bestimmt nicht mehr davonlassen.

An dieser Stelle, bitte einen Ablassbrief für meinen Gedanken, der mir da zu Rate geht!

Gideon Mate

Veröffentlicht von Gideon Mate

Was treibt an, macht Gedanken frei, um neue Fragen zu finden? Diese Art von Gedanken, die ich mir mache, seitdem Corona, ein heimsuchendes Miststück, über unseren Köpfen kreist, wie der Herr der Fliegen über einem Mastermind-Scheißhaufen. Viele Fragen, eine Menge Antworten und vieles Ungewisses sind die Treiber meiner Gedanken dieser Tage und die Kraft, aus welcher dieser Blog entstehen und vielleicht zur Hilfe und Unterstützung gedeihen wird.

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