Freiheit der Gedanken

Tag 61/62

Montag, 18. Mai 2020

Guten Morgen!

Gestern versuchte ich über Routinen zu Erkenntnissen zu gelangen, heute versuche ich nicht im Gestern meiner Gedanken festzuhängen.

Mein Baum will mir zu Rate gehen, obgleich er mich immer wieder erdet und zurückholt zu ihm, so ist der Gedanke immer ein anderer; ein neuer Gedanke.

Freiheit im Denken! Für viele ein Normales, ein alltäglich Gebräuchliches, von dem wir annehmen, dass wir alle es besitzen.

Und es wird befremden, wenn ich jetzt zugebe, dass ich zu Beginn dieser Corona-Krise und auch noch lange währenddessen einen Teil meiner Gedankenfreiheit verloren habe.

Wenig solidarisch möchte man da seine Meinung kundtun, aber eben doch menschlich, denn Gedanken-Freiheit beginnt und endet für mich in einem jeden Individuum.

Will man solidarisch sein und es auch so meinen oder will man nicht und macht nur mit, weil alle so tun?

Man beschäftigt sich zu viel mit etwas, ist beseelt von etwas, ein Etwas, dass man nicht haben will, es aber dennoch hat und doch nicht von sich geben kann, ohne dass ein Gefühl zurückbleibt sich fragt und als Individuum hintenanstellt.

Wohin die Freiheit der Gedanken einen führen und zuweilen verführen kann, ist jedermanns Geschmacksache, aber Einigkeit im Kollektiven Übermaß ist nicht nach meinem Geschmack, aber dennoch erkenne ich, wohin will dieser unfreie Gedanke mit mir.

Und an dieser Stelle ist es wieder mein Baum vor meinem Fenster, der so natürlich und ruhig ist und es auch bleibt, von dem ich an jedem Morgen begrüßt und begleitet bin, während ich suche und versuche diesen Tagen Gestaltung zu geben, die mich aus dem Hamster-Rad Corona herauskommen lässt.

Um dem Abschließen dieses Gedankens eine angenehme Richtung zu geben, ist es mein Baum, der mich an die Erinnerungen heranbringt, die ich in den letzten Wochen und Monaten mit ihm gesammelt und erfahren habe.

Gideon Mate

Eine Runde Baumschlumpfen im Wald

Veröffentlicht von Gideon Mate

Was treibt an, macht Gedanken frei, um neue Fragen zu finden? Diese Art von Gedanken, die ich mir mache, seitdem Corona, ein heimsuchendes Miststück, über unseren Köpfen kreist, wie der Herr der Fliegen über einem Mastermind-Scheißhaufen. Viele Fragen, eine Menge Antworten und vieles Ungewisses sind die Treiber meiner Gedanken dieser Tage und die Kraft, aus welcher dieser Blog entstehen und vielleicht zur Hilfe und Unterstützung gedeihen wird.

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