Das Ende

Tag 63/64

Mittwoch, 20. Mai 2020

Guten Morgen!

Bevor ich zum Ende gelange, muss erst einmal ein Anfang gewesen sein und wenn ich heute auf die zurückliegenden Tage blicke, dann sehe ich in mir eine große Unsicherheit, dem gegenüber, was uns seit einiger Zeit begleitet.

Am Anfang, als man davon erfuhr, als ich davon hörte und als man es schließlich auch sehen konnte, da war es mir schwer zu begreifen und unmerklich neigte ich dazu, dass ich einfach mitmachte, ohne wirklich in mich hineingehorcht und mich gespürt zu haben.

Es entwickelte sich schnell und auch wiederum langsam, es nahm mir und gab mir und so fing meine Geschichte mit meinem Baum draußen vor meinem Fenster an, er gab mir Halt und Sicherheit – nicht das ich haltlos und ohne Sicherung war – es war eher ein stilles und mächtiges Instrument, welches mir unter die Haut ging und mich dabei nicht losließ und doch hatte ich das Gefühl, dass ich falle.

Das Neue, der Beginn, der Anfang, alles hat eine Kraft, die, wenn sie neu ist, als sehr mächtig, sehr machtvoll und beeindruckend in seinem Wirken sein kann und man sich ihrer erst einmal gewahr werden muss, bevor man versteht und ins Verstehen gelangen kann.

Wie man allerdings die Dinge um sich herum sieht und folglich sein Verstehen aufbaut, ist mit Sicherheit und unter Garantie auch ein Teil dessen anhaftend, wie man die Welt erfahren hat und immer noch erfährt.

Nicht jeder Gedanke bringt etwas, nicht jedes noch so kleine und interessant wirkende Detail ist auch von Belang, aber alle kleinen und unbedeutenden Dingen sind Teil unserer Welt, sodass wir darin unseren Anteil haben, indem wir uns gewahren.

Was aber hat das mit einem Ende geschweige mit einem Anfang zu tun?

Jeder Gedanke beginnt, meist merken wir ihn erst, wenn wir ihn denken, aber immer, so ist es mir, geschieht der eigentliche Prozess vorher, noch bevor unser Bewusstsein uns davon in Kenntnis setzt.

Wir folgen unseren Gedanken, sie führen uns, sie leiten uns und wir begleiten einander und dass machen wir unser Leben lang. Wem aber folgt unsere Gedankenwelt?

Mögen wir auch so manche Prozesse nicht wahrhaft mitbekommen, so sind sie dennoch vorhanden und für uns und unser Handeln verantwortlich, wie nur wir verantworten uns.

Wenn wir also etwas begonnen haben, so beenden wir es auch. Was ist aber, wenn wir mit etwas begonnen haben und sind uns dessen nicht gewahr?

Diese Frage will heute so stehen lassen. Mag ein jeder darin sehen, was sein Baum ihm zeigt.

Gideon Mate

Veröffentlicht von Gideon Mate

Was treibt an, macht Gedanken frei, um neue Fragen zu finden? Diese Art von Gedanken, die ich mir mache, seitdem Corona, ein heimsuchendes Miststück, über unseren Köpfen kreist, wie der Herr der Fliegen über einem Mastermind-Scheißhaufen. Viele Fragen, eine Menge Antworten und vieles Ungewisses sind die Treiber meiner Gedanken dieser Tage und die Kraft, aus welcher dieser Blog entstehen und vielleicht zur Hilfe und Unterstützung gedeihen wird.

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