Tag der Nachbarn

Tag 5/6

Spricht für sich

Sonntag, 22. März 2020

Jeder Tag ist ein Neuer und am Morgen, wenn der Tag mit dem Aufwachen beginnt, dann ist es still und ruhig in uns; und wenn dann noch, die Sonne am Himmel steht und sich durch ein leichtes Wolkenfeld schiebt und niederscheint, so meint man, es ist eine schöne Welt, besonders, da man die Vögel hören kann, ein Kuckuck sitzt vielleicht irgendwo in einem Baum und meist, fast immer, kann man die Vögel sitzen sehen, nie aber den Kuckuck.

Heute ist Sonntag, 22. März 2020, gerade da ich diese Zeilen schreibe, da vernehmen meine Ohren, diese zarten und wohltuenden Töne unserer Welt und mein Kopf ist noch frei von der Welt und ihren Besonderheiten dieser Tage. Mein Hoffen, meine Kräfte schwinden mit jedem Morgen, da ich diese Zeilen verfasse, um ein wenig länger unbeschwert zu sein, doch schon während ich jene Gedanken an die Schönheit unserer Welt in mir trage, da sind auch mit meinem Erwachen am frühen Morgen – heute war es wieder etwas früher als gestern – da erwacht auch meine Sorge, die ich mit dieser unserer Welt habe.

Zu sagen, ich weiß und wüsste, wie es den anderen Menschen geht, ich kann es leider nicht sagen, da der Mensch vom Menschen getrennt ist in seiner Angst und ich habe Angst, denn das Ungewisse, das Unbekannte, das neuartig Andere, es macht etwas mit mir.

Wenn man an diesem morgen, es ist der 22. März 2020, seine Fenster öffnet und hinaus sieht, mag es nicht allerorts so sein, dass man dem Gezwitscher der Vögel lauschen will, aber für alle, die in diesen Tagen vom Klang der Welt Misstöne hören, so will ich versuchen derer zu gedenken, denen und derer, denen die Gedanken der Welt gehören.

Unsere Welt, sie ist auch an diesem Sonntag eine stille Welt, leiser sind die vom Menschen gemachten Geräusche, ihnen zuzuhören ist alltäglich, doch unser aller Alltag ist eine andere Farbe unseres Nordens geworden; so vermag es all denen, die gerade in der schwersten Prüfung des Menschen stehen, ein Trost sein, Hilfe darstellen, ein bei Euch sein, wenn Worte, ob viele oder auch nur wenige, kaum in der Lage sind den richtigen Ton zu treffen.

Für einen Augenblick ans Fenster herantreten und nach dem Fenstergriff greifen, um das Dahinterliegende aufzumachen und ins Hinauslauschen zu geraten; für einen Moment den blauen Himmel mit den Augen erfassen und sehen, wie er in der Kälte des morgens umschlungen uns umfasst; möglich, dass man an dem Baum vor seinem Haus ein paar Äste erhascht, an denen sich der Frühling ankündigt, diese kleinen Knospen, die sich zaghaft öffnen werden, wenn ihre Zeit gekommen ist und wenn man dabei den Klang der Welt vernimmt, wie er da still und vehement in seiner Stille unsere Gedanken trägt, so mag darin ein bedächtiger Trost liegen, dass mit jeder Knospe, die verblüht, auch ein Baum gewachsen sein wird.

(Meine Texte brauchen eine klare Struktur, eine Überschrift/Titel/Bezeichnung; außerdem muss ich sie in Bilder einbetten – Stand: Sa. 8. Mai 2020; etwas fehlt am Ende noch, irgendwie erscheint das noch nicht Rund – Stand: Sa. 16. Mai 2020)


Veröffentlicht von Gideon Mate

Was treibt an, macht Gedanken frei, um neue Fragen zu finden? Diese Art von Gedanken, die ich mir mache, seitdem Corona, ein heimsuchendes Miststück, über unseren Köpfen kreist, wie der Herr der Fliegen über einem Mastermind-Scheißhaufen. Viele Fragen, eine Menge Antworten und vieles Ungewisses sind die Treiber meiner Gedanken dieser Tage und die Kraft, aus welcher dieser Blog entstehen und vielleicht zur Hilfe und Unterstützung gedeihen wird.

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